BD History - So fing alles an...

Kroatien / Vrsar Mai 2005

Am Donnerstag dem 05.05.05 sind wir mit dem Action-Sport-Dachau mit insgesamt 11 Personen (Scheffe, Sie, Patrick, Mark, Robert, Mike, Max, Richi, Markus, Susi und ich) nach Kroatien aufgebrochen zum Tauchen. Nach einer kurzen morgendlichen Diskussion über das Rauchen im Bus sind wir ziemlich pünktlich aufgebrochen.

Der Scheffe persönlich fuhr uns runter. Im Ösiland der erste Schock: lauter eingelegte Golf!?
Ah! Der Scheffe meinte tiefergelegte Golf - es war ja Golftreffen am Wörthersee.

In Triest das nächste Problem: Stau und keine richtige Ahnung wie man von hier, durch die schlechte Beschilderung, nach Slovenien kommt. Aber irgendwie haben wir es nun doch an die Grenze geschafft. Während wir auf das Durchkommen hofften, fingen die ersten Diskussionen an, welchen Bus sie an der Kroatischen Grenze aufhalten. Naja Hoffnungsschimmer: schließlich kommen wir ja dann alle in den gleichen Knast und können uns beim Freigang wieder sehen.
Aber alles kein Thema, sogar Max wurde durchgewunken (sorry, aber das mußte sein!!)


Während wir nun wieder weiter rasten Richtung Vrsar stieg in uns ein laues Gefühl auf. Nein, es war kein leichtes Windlein aus einer bestimmten Körperregion, sondern eher so ein Gefühl einer Waschmaschine im Schleudergang in der Magengegend.
Ausgelöst wurde es durch den "leicht" sportlichen Fahrstil unseres Cheffes durch die regennassen und kurvigen Strassen von Kroatien.


Aber nach 11 Stunden Fahrt - ja, keiner hat sich etwas durch den Kopf gehen lassen - und trostlosem Regen, kamen wir gegen ca. 16.30 an der Tauchschule an.

Ohne nur einige Augenblicke zu verschwenden stellten wir uns an der Tauchbasis vor und erledigten den Papierkram. Sobald dies erledigt war, rödelten wir schon auf und die Flucht ins Wasser begann.

Gleich in Gruppen eingeteilt pflügten wir durch die Hausbucht und konnten testen wieviel Blei wir für die Anzüge brauchten. Sogar Fischlein und Tintenfische konnten wir schon bewundern.

Gleich danach war wieder Aufbruchstimmung. "Ab zur Pension" lautete der Befehl! Nach relativ kurzer, aber humaner Fahrt kamen wir bei der Pension von Inge an. Wir ladeten unser Gepäck ab und verabredeten uns gleich wieder für ein Essen im Hafen.


Der Scheffe führte uns in die Marina von Vrsar. Dort genossen wir das gute Essen in vertrauter Gemeinschaft. Den Abschluß machte Markus mit seiner Juniorportion Eis (nur 11 Kugeln!). Ah ja, nicht zu vergessen das Gläschen Kruschkowatz (so wirds geschrieben Susi!! ).

Nach einem harten Kampf ums überleben, ähm, anstrengender Fahrt, Tauchgang und opulentes Mahl fielen wir alle ziemlich ko in die Kisten.

Am nächsten Morgen am lecker gedeckten Frühstückstisch wurde uns vom Hausherren ein Gl&äschen selbstgebrannter Irgendwas angeboten. Aber an diesem Morgen hatte noch keiner Lust auf auf Alk. So machten wir uns gut gestärkt auf zur Tauchschule.

Dort angekommen packten wir unser Zeug zusammen, ladeten alles auf und der Weg führte uns an den Hafen zum Tauchboot. Auch hier wurde alles für den Ernstfall vorbereitet. Nach kurzer Fahrt kamen wir an der mit wenig Bäumen bewachsenen Insel Banjol an. Nach kurzer Einweisung von Micky ging es auch schon ins Wasser:
Unmittelbar beim Ankerplatz zieht sich eine geräumige Grotte ins Innere des karstigen Eilandes. Im seichten Wasser taucht man in eine andere Welt. Bunte Schwämme, Krustenanemonen und Seescheiden leuchten auf im Schein der Taucherlampe. Die Luftblasen verschwinden in der porösen Höhlendecke. Im blauen Dämmerlicht dringt man immer tiefer ein, um plötzlich wieder vom gleißendem Sonnenlicht empfangen zu werden.
Im Zentrum der Insel fallen durch ein Loch in der Höhlendecke die Strahlen der Mittagssonne ein und zeichnen im kristallklaren Wasser Kringel auf den Boden. - Ein herrlicher Anblick sofern der Boden von anderen Tauchern zuvor nicht aufgewühlt wurde.Verlässt man die Grotte wieder durch den Eingang, bietet sich die Fortsetzung des Tauchganges nach links an. Über kleinere Felsabbrüche gelangt man im 7-16m-Bereich zu zwei weiteren völlig gefahrlos betauchbaren Grotten.

Nach einem leckeren Mittagessen an Bord ging es weiter zu Vs. Ivan, eine weitere kleine Insel in deren Bucht Steinquader lagen, die ursprünglich für den Bau von Venedig waren. Nachdem keine mehr benötigt wurden, versenkte man hier den Rest.
Unsere Kameraman wollte auch diesen Tauchgang in Bildern festhalten, aber irgendwie hat er vergessen die Kamera an Bord einzuschalten (macht nix - kann passieren!!).

Anschließend brachen wir auf zur Rückfahrt zur Basis zum Gerödel waschen

Am Abend gingen wir erneut in die Marina zum Essen.
Susi, Max, Richi, Mike, Robert und ich begleiteten Markus zum Eisstand, da er noch ein kleines Eis mit 11 Kugeln wollte.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Wrack der Baron Gautsch:
(Tiefe 28 - 42 m, Länge ca. 85 m, Breite ca. 12 m, Fahrtzeit 90 min )
Das österreichische Passagier-Dampfschiff lief am 13.8.1914 auf eine frisch verlegte Treibmine auf und sank innerhalb weniger Minuten. Dabei verloren 240 Menschen ihr Leben. Heute liegt das wahrscheinlich interessanteste Wrack der Adria aufrecht und gut erhalten von ca. 30 bis 40 m Tiefe. Das Wrack ist bedeckt von Schwämmen und Moostieren verschiedenster Farben. Zahlreiche Innenräume sind betauchbar. Man trifft hier auf freischwimmende große Meeraale und Laxierfischschwärme. Häufig umzingeln große Fischschwärme das Wrack und bieten eine herrliche Kulisse.
Leider hatte wir eine Sicht nur von wenigen Metern. Robert, Mike und ich erkundigten möglichst viel bis der Tauchcomputer wegen Dekozeit aufheulte. Leider sind auch die Fotos wegen der schlechten Sicht nicht besonders gelungen.

Auf dem Weg zu Saline nahmen wir unser Mittagsmahl ein. "Leider" hatte Max freie Buddy-Wahl und entschloss sich, mit mir ins Wasser zu gehen. Die Saline ist eine kleine Steilwand mit allen möglichen Fischen. Conga, Schleimfischen, Krebsen, Seesternen...
Es war ein sehr netter Tauchgang mit Max, wo ich lernen konnte / durfte, das man auch mit einer Viertelumdrehung des Flaschenventiles gute 30 Minuten problemlos atmen kann (Danke!)

Anschließend machten wir uns wiede auf den Rückweg zum Hafen.

An der Basis angekommen schlüpften Susi, Richi und der Scheffe in ihre Tauchsachen um die letzten OWD-Übungen zu machen, damit auch Susi endlich OWD wird.
Wieder zurück beschlossen wir heute mal Kroatisch essen zu wollen.

Robert und Markus haben noch schnell einen Nachttauchgang gemacht, während die anderen zum Essen aufbrachen.

Scheffe, Mark und Patrick sind wieder zur Marina, der Rest bis auf den Max sind gut bürgerlich essen gegangen. Max wollte sich lieber mit seiner "Fat Lady" und ein paar Bierchen eines besonderen Jahrganges vergnügen.
Nach dem letzten Abendmahl trafen wir uns alle wieder nach einigen Gläschen Kruschkowatz und Slivowitz und trafen dann noch Micky in einer Bar, wo wir noch verschiedene alkoholische Köstlichkeiten probierten. Irgenwann so gegen halb zwei sind wir dann in die Kojen.

Wie bei jedem Frühstück wurde uns auch hier ein Selbstgebrannter angeboten. Nur an diesem letzten Morgen haben wir ihn probiert. Nach dem zusammenpacken in der Pension und in der Basis machten wir uns wieder auf den Rückweg. Robert und ich fuhren diesemal allerdings bei Susi, Markus und Maxi mit.

Nach sieben Stunden Fahrt und Maxi dem neuen Schumi der Landstraße trafen wir uns alle wieder im La Sila. Auch Andrea und Sabine kamen zum essen nach.

Es waren wirklich schöne gemeinsame Tage in der die Gemeinschaft der BAVARIAN DIVER entstand.


Alle Fotos sind Eigentum von Max, Markus, Robert und Norbert. Jeder Download ist nur mit Genehmigung zulässig!!!

(Haftung für Fotos und Inhalt durch den jeweiligen Fotografen oder Verfasser !)