Grüner See Mai 2006

Am späten Nachmittag (24.05.06) ging es für uns los in die Steiermark zum grünen See. Andrea und Robert waren schon seit 16.00 Uhr auf Tour, der Rest folgte gegen 17.30. Insgesamt waren wir mit vier Autos unterwegs, da ein ein Teil nur bis Samstag blieb und die Anderen erst am Sonntag die Heimreise antreten wollten.

So fuhren Benny und ich vier Stunden bis wir von unserem Navi eine Strecke über einen Berg (Schattenberg oder so ähnlich) geschickt wurden, wo wir nicht mehr wußten ob wir richtig waren. Auf einer Schotterstraße, teilweise mit Serpentinen, fuhren wir knapp eine halbe Stunde bergauf und bergab, bis wir in Tragöß / Oberort ankamen. Jetzt mußte nur noch die Pension gefunden werden!

An einem Gasthaus am grünen See angekommen, riefen wir Robs an, der ja schon da war. Nach langem und intensiven Suchen fanden wir endlich die Einfahrt zur Pension. Und wer kam uns vor der Einfahrt entgegen? Es war Mad, der eigentlich schneller als wir sein wollte! Auf halben Weg kam uns Kurt schon entgegen, der dann voraus fuhr.

Und diese Strecke war noch schlimmer als die Vorige. Über Wurzeln und Steine fuhren wir fast im Schritttempo. Teilweise ging der Wagen auf, rechts der Abhang nach oben und gleich links der Abhang nach unten zum See. An der Pension konnten wir endlich durchschnaufen. Naja, ich zumindest. Benny weniger, nachdem wir gleich von Kurts Hund begrüßt wurden: Flo, ein netter Kerl, der uns bis zur Hüfte ging.

So gings erstmal zu einem Willkommensbierchen in die Pension. Kurt erklärte uns noch einiges, fragte uns nach unserem Speiseplan und gegen zwölf gings dann langsam ins Bett.

Wir trafen uns um sieben Uhr in der Früh zum ersten Tauchgang. Aufgerödelt gings auch gleich ins Wasser. Und schon kam der erste Schock, naja zumindest im Gesicht! Das kalte Wasser schoß uns ins Gesicht! Der See hatte grad mal 6 Grad.

So tauchten wir gemütlich rechts weg Richtung der überfluteten Brücke. Es war ein einzigartiges Erlebnis: Sichtweiten bis zu 50 Meter und wir ganz allein im See.

Nach den ersten Eindrücken und leicht durchgefroren gings zum Frühstück. So ziemlich jeder freute sich auf die warmen Getränke.

Anschließend gingen wir erstmal ne Runde um zu sehen, wie der zweite Tauchgang werden sollte. Wir waren uns ziemlich schnell einig, das wir ins zweite Becken wollten. Allerdings mußten wir unsere Sachen ein paar Meter schleppen.

Also gings danach los zum zweiten Tauchgang. Dieses mal teilte sich dir Gruppe. Andrea, Robert und ich bildeten die Erste und Max mit Peter, Markus und Ritschi die Zweite.

Und schon gings unter Wasser. Allerdings war bei uns die Sicht schlechter als beim ersten Tauchgang. nach gut einer dreiviertel Stunde gings wieder zurück und ab in die Sonne.

Während Max zum Matratzenhorchdienst abkommandiert wurde machten wir es uns auf Kurtis Terasse gemütlich und genossen die warmen Strahlen.

Nachdem wir wieder aufgewärmt waren, gings zum dritten Tauchgang. Max machte an diesem Tag sogar noch einen vierten! Es sollte hier auch erwähnt werden, dass Benny mit einem Halbtrockenanzug ins kalte Nass ging!

Am Abend verköstigte uns Kurtis Koch mit einem leckeren Menu: Spargelcremesuppe, Bradl mit Knödl und Kraut und zum Dessert eine Tiramisutorte. Danach besprachen wir den Ablauf des folgenden Tages. Eigentlich wollten wir zum Erlaufsee fahren, aber da wären wir gut zwei Stunden unterwegs. Kurti schlug noch einen Stausee und den Leopoldsteiner See vor. Aber der im Stausee wurde das Wasser abgelassen und im Leopoldsteiner war Tauchverbot. Also blieben wir einfach hier!

Max und ich machten am nächsten Tag einen early Morning Dive. Die Sicht war an diesem Tag schlechter als am Vorigen. Wir tauchten wieder bis zur Brücke und zurück. Danach trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Während die anderen ihren ersten Tauchgang des Tages machten, gingen Max, Benny und ich zum Frühstücksschlaf.

Nach dieser Stärkung gings zum zweiten Tauchgang. Nach einer kurzen Rast am Nachmittag machten wir den dritten und letzten Tauchgang des Tages.

Am Abend wurden wir wieder verwöhnt: eine Leberknödlsuppe, ein Pfeffersteak mit Reis und eine Himbeerjoghurtspeise. Auch an diesem Abend hat Kurtis Koch ausgezeichnet gezaubert!

Am nächsten Morgen wollten Andrea, Robert, Benny und ich aufbrechen. Wir trafen uns zum Frühstück, nachdem Max, Peter, Markus und Ritschi ihren gemeinsamen Tauchgang gemacht haben.

Nach einen Gruppenfoto mit Kurt gings auch schon los über den beschwerlichen Rückweg. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat, hatten Benny und Robert ein paar Bedenken. Der Pfad könnte nass und rutschig sein. Aber nach kurzer, aber langsamer, Fahrt kamen wir wohl erhalten auf der "Hauptstraße an und begannen unsere Rückfahrt.

Ritschi, Markus, Max und Peter wollten an diesem Morgen nach Graz. Aber erstmals gings zu Fuß weiter, da Peters Auto den Weg durch den Wald mit allen Personen nicht fahren wollte. In Graz hatten wir Sonne und ca 23 Grad. Dort angekommen haben wir uns kurz orientiert und dann ging es ins Zeughaus: die größte mitteralterliche Waffensammlung Europas. Es war schauderlich, mit welchen Werkzeugen sie sich damals niedergemacht haben. Das Witzigste waren die einführenden Worte eine jungen Aufsicht als wir bei den Turnierrüstungen waren: dies ist die Sportabteilung; seitdem ist Tauchen wie Schach.

Nach dem Zeughaus ging es durch die Fußgängerzone die 260 Stufen hoch zum Schloß. Markus hat nebenbei ein Eis gegessen. Oben angekommen haben wir die Aussicht genossen und sind dann mit einer Schienenbahn bergab gefahren. Blöd nicht!? Andere fahren bergauf und gehen bergab - wir haben es umgedreht gemacht. PETERS IDEE!!!

Dann ging es wieder ins schlechte Wetter zum grünen See. An der Pension angekommen gab es erstmal Diskusionen wer welche Flasche nimmt. Dann hatte jeder seine. Max hat vorher die Buddyteams eingeteilt. Ritschi führt den TG zusammen mit Markus. Peter und Max folgten. Falls die Luft knapp werden sollte übernimmt Max die Führung und es geht direkt zurück zum Einstieg. Ritschi hat von Max auf dem Zimmer ein Briefing mit den UW-Navipunkten bekommen, um ohne Kompass zu navigieren. Vorgesehen war ein TG entgegen dem Uhrzeigersinn.

Nach dem Duschen gab es noch ein gutes Essen und dann ging die vernichtenden 3,5 Stunden Tigerwatt-Runden los. Nein - ich spreche von EINEM Spiel (Aulistung unseres Prokuristen über 3 Seiten). Peter hat gewonnen. Dann ging es so gegen 2 Uhr ins Bett.

Aufgestanden - Bus gepackt - gefrühstückt und langsam ab Richtung Heimat.

Es waren wirklich schöne Tage und Tauchgänge. Auch die Wahl in der Pension von Familie Kurt Stary zu bleiben erwies sich als goldwert! Auch hier nochmal einen herzlichen Dank für die nette und freundliche Bewirtung. Sollte der See nicht zum Tauchen gesperrt werden, sehen wir uns ganz sicher wieder!

Nobs und Max