19 Years ….,

 

Andrea und ich kommen zum ersten Mal in den Genuss, für unseren Jahresurlaub nicht auf irgendwelche Ferien angewiesen zu sein und das erste Mal ohne unsere Tochter zu verreisen, und siehe da, Ägypten war noch nie so günstig wie dieses mal für 2 Wochen mit AI.



Wir entschieden uns für das FANTAZIA Resort Hotel in Marsa Alam das bis dato unser südlichstes Hotel bis jetzt war. Das Hotel liegt ca. 140 Km südlich vom Flughafen Marsa Alam und ist mit dem Bus in ca.1.30 Stunden zu erreichen.

 

Das einsam stehende und weitläufige Hotel steht unter Italienischer Leitung und ist dadurch auch dementsprechend von selbigen Landsleuten stark frequentiert, in unserem Fall lag die Länderverteilung bei etwa 90 % Italiener, 3 % Deutsche, 3 % Polen, 3 % Tschechen und 1 % irgendwas.



Der Vorteil war, das Essen war recht gut, also sehr italienisch halt und besonders die Nudel Gerichte und die Salate verdienen es hervorgehoben zu werden. Ich glaube wir haben noch nie soviel Salat gegessen als in den zwei Wochen hier und das ohne an Magen-Darm zu erkranken.


Die Zimmer sind alle zweckmäßig eingerichtet und in einem relativ guten und sauberen Zustand und soweit wir feststellen konnten hatten alle Zimmer Meerblick. Wir waren im 4oooer Trakt untergebracht und waren sehr zentral zum Restaurant, Strand, Pool und natürlich zur Tauchbasis was bei 43 Grad im Schatten nicht gerade das schlechteste war.



Die Tauchbasis der Coraya Divers liegt etwas separat zum Hotel und verfügt über ein Zodiac und ein Speedboot die die Taucher zu den verschiedenen Tauchplätzen bringt. Alle Tauchplätze die die Basis anfährt sind zwischen 5 und 25 min mit dem Boot vom Hotel entfernt. Ebenso bieten sie natürlich auch Landtauchgänge an die mit dem Bus oder Pick Up angefahren werden, sowie halb- und ganz Tages Touren mit den großen Booten die dann allerdings von Marsa Alam weg gehen, Transferzeit ca. 15-2o min von der Basis aus.

 

Die Tauchplätze an sich sind sehr simpel zu betauchen und wie ich finde ideal für die tauchende Familie oder für Anfänger, da sie eigentlich kaum über die 2o Meter kommen. Der erfahrene Taucher hat fast das Nachsehen und Langeweile kommt sehr schnell auf da alles gleich aussieht. An Steilwand tauchen ist hier nicht zu denken. Was auffallend war ist der Mangel an Fisch. Rifffische in Aquarium Größe sind da, aber die mittlere Größe fehlt ganz und Großfisch, naja.





Wir hatten bei unseren Tauchgängen jedenfalls einiges an Großem. Da waren große Adlerrochen, große Stachelrochen, Napoleons, Schildkröten und am Elphinstone das Glück mit 4 Hammerhaien, die auch beinahe das letzte gewesen wären was wir gesehen hätten, denn wir hatten eine wechselnde Strömung am Riff.

Ausgestattet mit Nitrox sprangen wir von der Plattform unseres Schiffes am Nordplateau ins 3o Grad warme Wasser. An der Oberfläche war es ruhig mit ganz ganz leichter Nord – Süd Strömung, aber ab ca. 8m Tiefe zog’s auf einmal entgegengesetzt von Süd nach Nord und weil das nicht reicht auch gleich noch nach unten und das mit ordentlich Druck.



So schnell waren wir am Nordplateau noch nie unten und draußen. Bis wir uns einbremsen konnten gingen die Warntöne unserer Computer schon in einen Dauerton über und wer jetzt noch über genügend Auftrieb im Jacket verfügte, eine gute Flosse sein eigen nennen konnte und eine gewisse Grundfitness hatte war jetzt klar im Vorteil.



Die Hammerhaie spielten dann auf einmal nur die Statisten Rolle. Nach einigen Minuten und etlichen Bar weniger gelang es uns schließlich aus der Situation raus zu kommen und noch einen ruhigeren Tauchgang zu erleben.



Es ist jetzt 19 Jahre her, dass wir mit dem Tauchen angefangen haben, wir haben sicherlich schon so einiges erlebt und auch gesehen in den Gewässern dieser Erde, aber für solche Geschichten zahlt sich unsere Erfahrung aus mit solchen Situationen um gehen zu können.



* Eines möchte ich noch erzählen da es sicherlich zu den taucherischen Highlights gehört die man erleben kann!



*19 lange Jahre mussten Andrea und ich warten um endlich mit einem Delfin zu tauchen.

19 Jahre mussten vergehen um bei einem sch… early morning Hausriff Tauchgang um 6 Uhr morgens das pfeifen eines Delfins zu hören und ebenfalls 19 Jahre brauchte es um das einmalig Glück zu haben auf einmal nicht nur von einem Delfin, sondern von einer ganzen Schule mit ca. 4o -5o Delfinen begrüßt zu werden.



Das ganze Spektakel dauerte ein paar Minuten. Die ganze Schule splittete sich auf in kleinere Gruppen, einige zogen weiter , einige gingen an die Oberfläche und andere zogen unter uns ihre Bahnen und so wie sie aus dem nichts gekommen sind waren sie auch auf einmal wieder weg und wir, wir mussten das erst mal verarbeiten. Zum Glück haben wir gerade noch auf die Auslöser unserer Kameras gedrückt, denn wenn so was Schönes passiert das schaut man sich nicht durch die Kamera an, diesen Augenblick genießt man und saugt ihn auf.



"The early bird catches the worm"

FAZIT:

 

Außerhalb der Ferien in den Urlaub zu fahren ist eine Wohltat für den Geldbeutel und wenn dann noch alles im Hotel soweit passt, dann passt's halt. Das einzige Manko an diesem Urlaub war das Hausriff. Da ist absolut nichts mehr am Leben was Korallen betrifft und Fische gibt es eigentlich nur noch in Nemo Größe, wenn nicht gerade die Delfine vorbei schauen.

Wer also vor hat am Hausriff zu tauchen, lasst es sein, das ist nicht mal den Automaten nass machen wert.

Sollte doch jemand hier seinen Urlaub verbringen wollen, gerne, aber lernt vorher Italienisch.

 

 

Robs