Malediven 2009 - MY Amba und Eriyadu

Wie schon letztes Jahr wollte ich auch dieses Jahr nicht auf die Malediven. Zur Diskussion standen: Mexiko, Philippinen und Thailand. Entschieden haben wir uns, wie solls auch anders sein, wieder mal für die Malediven. Allerdings mit einem Kompromiss: eine Woche Tauchsafari und zwei Wochen Insel.


Diesmal checkten wir bei Emirates ein. Ein Haken: wir hatten einen Zwischenstop für dreieinhalb Stunden in Dubai. Aber das Entertainmentprogramm bei Emirates ist wirklich gut und selbst ich hatte genug Platz beim Sitzen.

Nach knapp zehn Stunden Flug, dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Dubai und drei Stunden Zeitverschiebung kamen wir morgens um acht auf Hulule an. Wir holten unser Gepäck und dann ging es auch schon weiter zum Domestic Terminal. Dort trafen wir, wie bereits in München: Wolfgang und Wolfgang. Schließlich waren wir noch nicht ganz am Ziel. Mit einem Inlandsflieger ging es dann ins nördliche Haa Alifu Atoll.

Nach weiteren 50 Minuten Flug kamen wir auf Hanimaadhoo an. Gleich danach zum Speedboot und auf die MY Amba. Die Amba ist 33 Meter lang und 10 Meter breit. Insgesamt gib es auf ihr 10 Kabinen. Insgesamt waren wir 10 Taucher.

Auf der mittleren Ebene gibt es einen Salon, mit Multimediabereich in dem auch das phantastische Essen serviert wird. Desweiteren findet man hier auch noch die Kombüse und die Unterkunft der Schiffscrew.

Im Bug befinden sich Kabinen, wie auch oberhalb des Salons. Hier findet man das Schattendeck, 2 Panoramakabinen und die Luxuskabine. Ganz oben kann man sich auf dem Sonnendeck von den Tauchgängen ausruhen.

Wir hatten eine der Panoramakabinen gebucht. Darin hatten wir ein Doppelbett, ein eigenes Bad/WC, Klima und Ventilator. Das schöne an dieser Kabine: man wachte morgens auf und konnte über das Meer sehen. Begleitet wurd die Amba von einem kleinen Speedboot und dem Tauchdhoni. Auf dem bleibt Tag und Nacht die komplette Tauchausrüstung. Sehr praktisch, da man sich nur noch anziehen mußte und sofort tauchen konnte.

Unsere Tour ging von Hanimaadhoo, Baarah, Filladhoo, Mulidhoo, Thakandhoo, Nellaidhoo, Finey und wieder zurück nach Hanimaadhoo. Wir haben insgesamt 18 Tauchgänge in dieser Woche machen können.

Der Tagesablauf auf der Amba: 6:50 Aufstehen, 7:00 Briefing, 7:15 Tauchen, 9:00 Frühstück, 11:00 Briefing, 11:15 Tauchen, 13:00 Mittagessen, 15:00 Briefing, 15:15 Tauchen. Danach gab es immer Kaffee, Kekse oder Kuchen. Zweimal haben wir den Nachmittagstauchgang ausfallen lassen, dafür haben wir einen Nachttauchgang gemacht. Um 19:00 gab es Abendessen und danach haben wir jeden Abend mit Gabi, Wolfgang und Wolfgang UNO gespielt.

Wir hatten zwar die ganze Woche relativ schlechte Sicht, aber man kann hier im Haa Aliffu Atoll wunderschöne Riffe bestaunen.

Unterwasser leider nicht, aber sehr nah am Schiff konnten wir Delphine beobachten. Neben den Tauchen kann man auch, sofern man es möchte, eine Einheimischeninsel besuchen.

Hier auf Thakandhoo ist das Mausoleum des Bruders vom Volkshelden Muhammad Thakurufaanu. Auf der Insel leben ca. 1000 Malediver.

Man hätte hier das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist. Weder Streß noch Hektik konnte man hier finden.

während alte Frauen ein Seil aus Kokosfasern knüpften, spielten die jungen Malediver Fußball.

Auf der Insel gab es einen Friedhof, eine Schule und ein Krankenhaus.

Nach diesen Eindrücken machten wir an diesem Abend noch einen Nachttauchgang.

Bei diesem Nachttauchgang war Plankton im Wasser - so was habe ich auf den Malediven noch nicht gesehen: 30cm lange "Kugelketten", 3cm großer Plankton ähnlich einer Qualle. Man konnte alles richtig anfassen.

An den ersten drei Tagen konnten wir jedesmal einen Manta bewundern, wie er an uns vorbeizog.

Leider mußten wir auch die Erfahrung eines Dekounfalles miterleben. Einer von unseren 8 Mittauchern klagte eines Abends über starke Schmerzen im Knie. Sicherheitshalber wurde er in die nächste Dekokommer gebracht. Er konnte aber am nächsten Tag die Kammer schon wieder verlassen.

Durch diesen Unfall fiel unser Strandbarbecue aus. Wir fuhren trotzdem auf die Sandbank, wo wir zusammen mit der Crew "Wasserball" spielten. War richtig lustig, sonst hatten wir ja nicht viel vom Wasser, geschweige denn viel Bewegung (vom Tauchen abgesehen).

Neben den Mantasichtungen konnten wir diverse Rifffische sehen, Fledermausfische, Rotfeuerfische, Muränen (darunter auch eine Geistermuräne), diverse Schnecke...

Plattwurm, Schaukelfische, Steunfische, Langnasenbüschelbarsch, Garnelen...

Makrelen, Thunische, Weißspitzenriffhaie, Langusten und auch mehrmals einen Leopardenhai.

Leider war die Woche auf der Amba viel zu schnell vorbei. Wir waren richtig traurig, als wir das Schiff verlassen mußten. Außer der schlechten Sicht gab es definitv nichts zu meckern. Schönes Schiff, viel Platz (wir waren ja nur zu neunt), nette und hilfsbereite Crew, schöne Tauchgänge und natürlich dieses phantastische Essen - einfach Wahnsinn!
Auch wenn man nicht wirklich viel Zeit hat, da der Tag völlig durchgeplant ist, war es eine schöne Woche
Wir waren sicher nicht das letzte Mal mit Manfred auf den Malediven unterwegs!!

Und so ging es mit dem Flieger wieder zurück nach Hulule und von dort aus mit dem Speedboot 50 Minuten nach Eriyadu, einer Dreisterneinsel. Sie ist 300 x 180m groß.

Kaum eingecheckt ging es auch schon zum Bungalow. Wir hatten den 159 direkt vor der Tauchschule. Hier gibt es 50 Einzel-/Doppelbungalows und 10 Zweistöckige.

Der Insel merkt man es an, dass sie nicht mehr die Jüngste ist. Die Bungis sind zwar ok, aber hier und da schon etwas renovierungsbedürftig. Zweckmäßig eingerichtet mit Ventilator, Klima, Safe und Fernseher. Jeder dieser Bungis hat ein offenes Bad. Essen ist ok, aber die Auswahl nicht besonders groß.

Die Tauchbasis ist gut. Jeder ist nett und alle legen sehr viel wert auf Sicherheit. Das Hausriff ist wirklich gut. Man kann hier fast alles an Fisch im Wasser bewundern und auch die Korallen sind noch intakt. Man sah deutlich, dass sie sich wieder erholen.

Gute Bootstauchgänge sind hier, meiner Meinung nach, allerdings Mangelware. Es gibt zwei Spots die man empfehlen kann: Finger Point und Voshimas Tila. Dort kann sind fast immer Haibegegnungen möglich. Weißspitzenriffhaie und graue Riffhaie konnten wir immer wieder sehen.

Das kann man sehen: Langusten, diverse Muränen, jagende Zackenbarsche, Schildkröten, Rochen...

Zwischendurch hatten wir einmal so schlechtes Wetter, dass Tauchen selbst am Hausriff nicht möglich war.

Die Insel ist ansich sauber, es ist aber nicht auszuschließen, dass man in der Nacht eine Begegnung mit Kakerlaken hat. Ja, auch im Bungi!!!

Der Strand ist aber traumhaft. Auf der Tauchschulenseite ist es allerdings etwas windiger.

Es ist schwer hier ein vernünftiges Fazit zu ziehen.

 Die Insel ist ok, aber es gibt deutlich Bessere, aber auch Schlechtere. Tauchschule auf Eriyadu ist gut. Warum man mehrmals auf Eriyadu Urlaub macht, kann ich deshalb nicht verstehen. Allerdings empfehle ich nicht nach der Amba auf Eriyadu zu fahren. Die Insel kann mit der Amba definitv nicht mithalten. Insel und dann Schiff wäre sicher die bessere Wahl. Diese drei Wochen haben mich dazu gebracht, dass ich erstmal nicht wieder auf eine Malediveninsel möchte. Eine zweiwöchige Safari mit der Amba oder dem zweiten Schiff von Manfred sicher ja, Insel nein.

Alle Fotos sind Eigentum von Norbert. (Haftung für Fotos und Inhalt durch den jeweiligen Verfasser!) 

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